Die CDL fordert den Rücktritt Thomas Krügers, des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, wegen einseitiger, ideologischer Agitation gegen Familie und Grundwerte.
„Erst unlängst – am 17. August 2010 – hat das Bundesverfassungsgericht ausgerechnet den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, verurteilt, für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten des Bayreuther Politikwissenschaftlers Konrad Löw verantwortlich zu sein. Das vollständige Urteil kann im Internetarchiv des BVG nachgelesen werden. Die Karlsruher Richter kritisierte in ungewöhnlich deutlichen Worten die Amtsführung des Leiters der Bundesbehörde. Auch 2008 missbrauchte Krüger seine Kompetenzen bereits derart, dass er sich öffentlich für die Diffamierung evangelikaler Christen entschuldigen musste.
Unter der Führung von Krüger entwickelte sich die Arbeit der Bundeszentrale zunehmend zu einer links- und gender-ideologischen Anstalt.
In seiner Eröffnungsrede bei dem kürzlich von der Bundesanstalt für politische Bildung organisierten, kostspieligen internationalen Kongress „Das flexible Geschlecht“ offenbarte er erneut sein völlig einseitiges, linksideologisches und familienfeindliches Weltbild sowie seine Umerziehungswut: Statt über Art. 6 Art. GG und die besondere Schutzwürdigkeit der Familie referieren zu lassen, kamen ausschließlich Vertreter der Gender-Theorie und der These vom „flexiblen Geschlecht zu Wort. In jedem der dort gehaltenen Vorträge ist nachzulesen, dass es Krüger und den geladenen Referenten im Geiste eines aggressiven Feminismus um verbissene Agitation gegen die Familie und um die Verherrlichung einer „Erosion der Geschlechter“ geht. In peinlich grotesker Ironie präsentiert sich Krüger in seiner Eröffnungsrede an die „Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren und ein herzliches Willkommen an alle, die sich nicht mit diesen Kategorien identifizieren können oder wollen.“
Er bekennt sich zu radikal-feministischen und sozialistischen politischen Leitsternen wie Rosa Luxemburg oder Clara Zetkin und anderen. Er singt ein „hohes Lied“ über die politische Kultur der DDR und preist ausdrücklich deren angeblich vorbildlich staatlich umgesetztes „Gleichheitspostulat“. Daß die von ihm bewunderte „Vollbeschäftigung von Frauen und die flächendeckende staatliche Kinderbetreuung“ nicht aus der Selbstverwirklichung, sondern aus dem allgemeinen Arbeitszwang in der DDR resultierte, weithin ohne jede Wahl- oder Berufsfreiheit, dass bereits die Kleinsten im Kindergarten sozialistisch gedrillt wurden, gehört leider nicht zum geschichtlichen Kenntnisstand dieses irrlichternden Präsidenten. Seine offensichtliche Glorifizierung einer unmenschlichen Diktatur ist ebenso wenig akzeptabel wie seine Bewunderung dafür, dass Abtreibung dort bis zum dritten Schwangerschaftsmonat völlig straffrei war. Ihm scheint die geltende Rechtssprechung zum verfassungsrechtlichen Schutz jedes menschlichen Lebens wohl eher frauenfeindlich.
Das klassische Familienmodell kommentierte er dagegen verächtlich wie folgt: „Der Westen hingegen leistete sich Hausfrauen“. Die ideologischen Irrungen und historischen Wirrungen eines Privatmannes Krüger mögen bei diesem tolerabel sein. Doch als Präsident der staatlich finanzierten Bundeszentrale für politische Bildung ist Krüger damit eindeutiger denn je untragbar geworden.
Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, ultralinke Ideologisierung, offensichtliche politische Einseitigkeit, Diskriminierung religiöser Überzeugungen, mangelndes positives Grundverständnis unserer gesellschaftlichen Staats- und Wirtschaftsordnung machen sein weiteres Verbleiben in dem vom Steuerzahler finanzierten Amt insgesamt nicht mehr hinnehmbar.
Als Christdemokraten und Staatsbürger fordern wir seitens der CDL den sofortigen Rücktritt von Thomas Krüger.
Damit wird ihm die Gelegenheit gegeben, seine ideologisch verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit als privates Vergnügen auszuleben, nicht jedoch auf Kosten und zu Lasten der deutschen Bürger und ihrer mehrheitlichen Wertvorstellungen. Nachdem sich bereits das Bundesverfassungsgericht kürzlich explizit veranlasst sah, die Amtsführung des Präsidenten dieser Bundeseinrichtung klar zu beanstanden, hat Krüger mittlerweile selbst den Nachweis erbracht, dass er eine komplette Fehlbesetzung für dieses verantwortungsvolle Amt darstellt.
Gerade die jetzige Regierungskoalition sollte umgehend eine sachorientierte, politisch und historisch ausgewogen argumentierende Persönlichkeit für dieses wichtige Leitungsamt suchen und finden, wenn sie die wichtige politische Bildung nicht Ideologen überlassen will.“
Wer sich selbst ein Bild des dreitägigen Kongresses „Das flexible Geschlecht“ verschaffen möchte, kann die Rede Krügers im Internet abrufen und den gesamten teuren, überflüssigen und ideologiebehafteten Kongreß auch online verfolgen.
Christdemokraten für das Leben e.V.
Mechthild Löhr (Bundesvorsitzende)
Schlesienstrasse 20
48167 Münster