Lebensschutz für alle

Lebensschutz in Rheinland-Pfalz

Marsch für das Leben hat immer mehr Teilnehmer

Mit rund 3000 Teilnehmern war der diesjährige Marsch für das Leben wiederum viel größer als im Vorjahr. Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann zeigte sich beeindruckt und dankbar. Es sei „ein mutiges und ermutigendes Zeichen, dass sich immer mehr Freunde des Lebens mitten in der Hauptstadt friedvoll und deutlich zum unantastbaren Lebensrecht bekennen“. Aus zahlreichen Gesprächen wisse man, dass „die hier anwesenden Lebensschützer stellvertretend für unglaublich viele Menschen demonstrieren, die ebenso gegen die Unkultur des Todes eine Kultur des Lebens“ wollen. Nach zehn Jahren sei der Marsch für das Leben unübersehbar geworden. Die vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) getragene Bewegung wachse unaufhörlich. Lohmann: „Der Strom des Lebens lässt sich ebenso wenig aufhalten wie die Wahrheit. Und zu der gehört das klare Ja zum Leben!“ Auch mit Geschrei dokumentierter niveauloser antichristlicher Widerstand könne daran nichts ändern.

In einer von Martin Lohmann moderierten Kundgebung unmittelbar vor dem Kanzleramt, die wie der anschließende Schweigemarsch durch die Mitte Berlins von der Polizei gegen lautstarke Gegner des unteilbaren Lebensrechtes geschützt werden musste, hatten Betroffene sehr persönliche und bewegende Zeugnisse für das Leben abgelegt. Eine Mutter, deren 17jährige Tochter vor wenigen Wochen selbst Mutter geworden war, beeindruckte ebenso wie die Mutter eines behinderten Kindes. Ihr und ihrem Mann war geraten worden, das Kind abzutreiben. Professor Holm Schneider aus Erlangen machte deutlich, warum der jetzt auf den Markt gekommene Bluttest so lebensgefährlich für behinderte Menschen ist. Eine Vertreterin von Rahel, einer Organisation, die seit zwanzig Jahren Vätern und Müttern hilft, die nach einer Kindstötung in große Schwierigkeiten gekommen sind, berichtete von den längst wissenschaftlich bewiesenen tragischen gesundheitlichen Folgeerscheinungen einer Abtreibung. Unter anderem berichtete auch Sophia Kuby, die als Lobbyisten für European Dignity Watch in Brüssel arbeitet, was europaweit für das Lebensrecht getan werden kann. Die Ärztin und ALfA-Vorsitzende Claudia Kaminski schließlich warnte vor der durch Gesetzentwürfe wieder salonfähigen Euthanasie in Deutschland.

Mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Hedwigskathedrale, die sich angesichts der wachsenden Teilnehmerzahl als viel zu klein erwies, endete der diesjährige Marsch für das Leben. Nach zehn Jahren hat sich aus dem 1000-Kreuze-Marsch ein farbenfroher Marsch für das Leben entwickelt, der neben der Abtreibung auch auf alle anderen Bedrohungen des Lebensrechtes wie PID, verbrauchende Embryonenforschung, Bluttest, aktive Sterbehilfe und Euthanasie entsprechend markiert. „Wir sindBotschafter des Lebens und damit Werber für eine wirklich humane Gesellschaft“, rief der BVL-Vorsitzende den Teilnehmern abschließend zu. „Deutschland und Europa brauchen uns dringend – wenn wir wirklich Zukunft haben wollen! Wir brauchen nicht nur ein sensibles Bewusstsein für unsere Umwelt, sondern noch viel mehr eine verantwortliche Sensibilität für die allen Menschen gegebene Menschenwürde von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Wir brauchen dringend die gelebte Nachhaltigkeit für das Leben.“

BVL-Pressemitteilung zum Marsch für das Leben 2012